Der Steinmarder

Der Steinmarder (Martes foina)

Der Steinmarder lebt als Kulturfolger häufig in Siedlungsnähe von Menschen,und wird daher auch Hausmarder genannt. Ein Teil der Steinmarderpopulationen lebt jedoch auch unabhängig vom Hausmarder und vom urbanen Bereich im Feld und Wald.

KörperbauGesamtlänge der Rüden kann bis zu 78 cm sein. Das Gewicht beträgt bis zu 2,3 kg er hat an den Vorder und Hinterbranten je 5 Zehen.
Farbegrau bis schwarzbraun mit weißer Unterwolle. Seine Markanten Merkmale sind der Weiß nach unten gegabelte Kehlfleck der bis zur Beuge der Vorderläufe reicht.
KopfFast dreieckig
NaseGrau – rot bis fleischfarbig Er besitzt 4 Zitzen, die Branten / Sohlen sind fast nackt.
SinneHörsinn, Geruchssinn und Sehvermögen sind sehr gut ausgeprägt
LautäusserungZirpen, Keckern, Mucken und Kreischen
LebensweiseÜberwiegend dämmerungs und nachtaktiv
FortpflanzungGeschlechtsreife mit ca. 1 ½ Jahren, Ranzzeit Juli/ August nach dem decken findet eine Eiruhe / Keimruhe von ca. 250 bis 280 Tagen statt. Danach wandern die Befruchteten Eier in den Uterus, wo die eigentliche Tragzeit mit ca. 60 Tagen abgeschlossen ist.

Geheckgröße ca. 3-6 Junge, die dann blind, fast nackt und als Nesthocker zur Welt gebracht werden. Die Augen öffnen sich nach ca. 33 – 37 Tagen. Die Säugezeit beträgtca. 8 Wochen. Insgesamt führt die Mutter die Jungen ca. 3 Monate wo sie die Jungmarder auf das spätere Marderleben vorbereitet. Danach

vertreibt sie ihre Jungen aus ihrem Revier. In dieser Zeit sieht man vermehrt im Straßenverkehr verunglückte Jungmarder die auf der Suche nach eigenen Revieren waren.

Steinmarder ernähren sich von Obst, Beeren, Jungtieren, Vögeln und deren Eiern, Kleinnagern und Kaninchen. Da der Steinmarder dämmerungs- und nachtaktiv ist, sollte man die Bejagung nicht nur beim Ansitz oder Ausneuen belassen. Die Effektivste Jagdmethode ist aufgrund seiner heimlichen Lebensweise nur mit der Fangjagd in den Griff zu bekommen. Wegen der Unfallverhütung arbeite ich selber seit Jahren überwiegend mit der Kastenfalle die eine Mindestlänge von 1,20 m nicht unterschreiten sollte. Bei größeren Fallen tritt der Jagderfolg in den meisten Fällen schneller ein. Adulte Tiere benötigen eine längere Gewöhnung um sie an den Fallen Standort zu binden. Junge unerfahrene Marder fangen sich meist sehr schnell und auch hintereinander.

Bitte KEINE Drahtgitterfallen!! Diese sind tierschutzwidrig und sorgen für ein erhöhtes Verletzungsrisiko der gefangenen Tiere.

Erstellt von

Kai Said Gebert

Jäger, Fangjäger, Aktiver Baujäger und Wattenjagdaufseher